2.2 Die Schritte des Design- Thinking Prozesses

  • Einfühlen

    Was ihr in dieser Phase machen sollt: Lernt eure Nutzer*innen richtig kennen! Geht raus und sprecht mit den Menschen, die von eurem Problem betroffen sind. Hört zu, beobachtet und versucht zu verstehen, wie sie die Situation erleben. Überlegt euch als Team, wo ihr den einfachsten Zugang zu eurer Zielgruppe findet - das kann ein erstes Interview sein oder ein Wissensatlas, den ihr gemeinsam entwickelt.

  • Definieren (Problem verstehen) - Problemraum erkunden

    Was ihr in dieser Phase machen sollt: Jetzt wird's konkret! Nehmt alle Informationen aus der ersten Phase und bringt sie in eine klare Form. Taucht tief in die Materie ein und macht eine gründliche Recherche. Kartiert die wichtigen Akteure, macht eine SWOT-Analyse und grenzt eure Zielgruppe ein. Am Ende dieser Phase müsst ihr das Problem so gut verstanden haben, dass ihr es klar formulieren könnt.

  • Ideen entwickeln

    Was ihr in dieser Phase machen sollt: Werdet kreativ! Sammelt so viele Ideen wie möglich - egal wie verrückt sie erstmal klingen. Arbeitet am besten in der Gruppe zusammen und nutzt Methoden wie Mindmapping oder Brainwriting. Wichtig: Sucht noch nicht nach der perfekten Lösung, sondern sammelt erstmal viele verschiedene Ansätze. Dann einigt euch auf eine Idee, die ihr weiterentwickeln wollt.

  • Prototyp entwickeln

    Was ihr in dieser Phase machen sollt: Macht eure Idee greifbar! Baut einen ersten Prototyp - das kann eine Skizze sein, ein Click Dummy oder sogar ein Rollenspiel. Wichtig ist, dass eure Idee "lebendig" wird und andere Menschen sie verstehen und ausprobieren können. Denkt daran: Es muss noch nicht perfekt sein, es geht nur darum, die Kernfunktionen zu zeigen.

  • Testen und Iterieren (Lösungsansätze finden, Erkenntnisse extrahieren)

    Was ihr in dieser Phase machen sollt: Testet euren Prototyp mit echten Nutzer*innen! Geht zu den Menschen, für die ihr die Lösung entwickelt habt, und lasst sie euren Prototyp ausprobieren. Sammelt Feedback, beobachtet, was funktioniert und was nicht. Dann verbessert euren Prototyp basierend auf dem, was ihr gelernt habt. Dieser Prozess wiederholt sich - das ist normal und gewollt!