Selbstbestimmung und Vergesellschaftung bei VW

Im Projekt “Selbstbestimmung und Vergesellschaftung bei VW” stand die Frage im Zentrum, wie Beschäftigte in der Automobilindustrie mehr Mitgestaltungs-möglichkeiten bei Produktionsentscheidungen erhalten können. Die Debatte um eine mögliche Vergesellschaftung großer Unternehmen nach Artikel 15 Grundgesetz bildete dabei den rechtlichen Ausgangspunkt.

Die Studierenden führten Interviews mit VW-Beschäftigten, Betriebsräten und Aktivist*innen, kartierten die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen und nutzten Design-Thinking-Methoden wie Personas und Ideation-Sessions, um Lösungsansätze zu entwickeln. Als Endprodukt entstand ein Workshopkonzept mit Diskussionskarten, das Belegschaften dazu einlädt, über Fragen wie Gemeinwohl, Eigentum und die Zukunft der Produktion ins Gespräch zu kommen.

Das Kartenset eröffnet neue Gesprächsräume und bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Themen. Es stärkt die Partizipation der Beschäftigten, regt zu kollektiver Selbstbestimmung an und macht abstrakte rechtliche Gestaltungsräume praktisch erfahrbar. Gesellschaftlich leistet das Projekt einen Beitrag zu SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen), indem es demokratische Mitgestaltung im Betrieb unterstützt und die sozial-ökologische Transformation der Industrie in den Blick nimmt.