Biozidfreie Fassaden

Das Projekt “Biozidfreie Fassaden” beschäftigt sich mit einem bislang wenig beachteten, aber hochrelevanten Umweltproblem: der Verwendung biozidhaltiger Fassadenfarben. Diese sollen Algenbewuchs verhindern, führen jedoch durch Auswaschung bei Regen zu erheblichen Belastungen für Gewässer und Ökosysteme. Ziel des Projekts war es, rechtliche Lösungswege zu entwickeln, um den Einsatz solcher Farben einzuschränken und nachhaltige Alternativen zu fördern.

Dazu analysierte das Team bestehende europäische und nationale Regelungen, deckte Gesetzeslücken auf und führte Gespräche mit politischen und administrativen Akteuren wie Bauämtern und Ministerien. Als Lösung schlugen die Studierenden einen neuen Paragraphen in der Niedersächsischen Bauordnung sowie eine Verwaltungsvorschrift für Bauämter vor, die klare Prüf- und Beratungspflichten vorsieht. Ergänzend entwickelten sie einen Informationsflyer, der das Thema anschaulich vermittelt und für die Problematik sensibilisiert.

Das Projekt trägt maßgeblich dazu bei, die rechtliche Grundlage für eine nachhaltige Baupraxis zu stärken und Schadstoffeinträge in die Umwelt zu reduzieren. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zu SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 15 (Leben an Land) sowie SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen).

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