Klimasozialfonds jugendgerecht gestalten
Mit dem europäischen Klimasozialfonds* (KSF) sollen ab 2026 Haushalte mit geringem Einkommen beim Übergang zu einer klimafreundlichen Gesellschaft unterstützt werden. Das Projekt “Klimasozialfonds jugendgerecht gestalten” hatte das Ziel, die Entscheidungsprozesse rund um den Fonds transparenter zu machen und Jugendlichen eine aktive Beteiligung zu ermöglichen.
Die Studierenden analysierten die rechtliche Grundlage, führten Interviews mit Jugendvertretungen und Ministeriumsangehörigen und entwickelten einen digitalen Prototyp in Form einer Website. Diese bündelt Informationen zum aktuellen Stand des Fonds, macht Dokumente zugänglich und zeigt Beteiligungsmöglichkeiten auf. Feedback aus der Zielgruppe floss kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein, sodass die Plattform den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht wird.
Mit der Website wurde ein niedrigschwelliger Zugang geschaffen, der Jugendbeteiligung im Klimaprozess stärkt, Transparenz fördert und politische Teilhabe erleichtert. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zu SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) und SDG 16 (Starke Institutionen), indem es sowohl soziale Gerechtigkeit als auch demokratische Partizipation unterstützt.
* Gemeinsam mit der Einführung des Emissionshandels für die Sektoren Wärme und Verkehr (ETS 2) wurde auf EU-Ebene auch die Einrichtung des Klima-Sozialfonds beschlossen. Er ist ein innereuropäischer Solidaritätsmechanismus zur sozialen Abfederung der Bepreisung aus dem ETS 2: Staaten mit einer höheren Wirtschaftskraft und geringeren Anpassungsdruck (zum Beispiel Deutschland) erhalten anteilig weniger Mittel als solche mit unterdurchschnittlicher Wirtschaftskraft und/oder hohen Anpassungsbedarfen (zum Beispiel Polen).
(https://www.bundesumweltministerium.de/faq/was-ist-der-klima-sozialfonds)